PUBLIKATIONEN

   
 

VORTRÄGE



Elektrisch auf dem Lande?

Wieland Brohm
23. Verkehrswissenschaftlichen Tage,
05. April 2012 in Dresden

 

Basierend auf seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung als ÖPNV-Planer für Stadt und Region hat Wieland Brohm im Rahmen der 23. Verkehrs­wissen­schaftlichen Tage 2012 an der TU Dresden den Vortrag "Elektrisch auf dem Lande?" zur Problematik der Elektro­mobilität des öffentlichen Verkehrs im dünn besiedelten ländlichen Raum gehalten.
Ausgangspunkt sind die zunehmend raum­ordnerisch neu gesehene Rolle des ländlichen Raumes (weg von der Abgrenzung ggü. Verdichtungsräumen hin zu einer Funktion aus sich selbst heraus inklusive neuen Wert­schöpfungs­möglichkeiten) und die Besonderheiten des dünn besiedelten ländlichen Raumes im Nordosten Deutschlands (Transformationsprozess, Demo­gra­f­ischer Wandel). Gerade Letztgenanntes hat u.a. eine massive Veränderung der bisherigen finanziellen Grundlage des ÖV – den Schülerverkehr – zur Folge. Auf der anderen Seite ist die ältere Generation immer länger automobil und nicht mehr per se eine Stammkundengruppe des ÖV. Bedingt durch die immer geringer werdende Anzahl potenzieller Steuerzahler (Erwerbstätige) sinkt auch das Steueraufkommen für die Gebietskörperschaft und damit die Möglichkeit über gesonderte Förderung, den ÖV in seiner Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Dies hat zunächst eine geringe Investions- und Innovationsbereitschaft zur Folge.
Andererseits besitzen gerade dünn besiedelte ländliche Räume oftmals einen weitgehend intakten Naturraum als wesentliche Ressource. Dies betrifft nicht nur die klassischen Urlaubsregionen wie z.B. die Ostsee sondern gerade auch das Hinterland, z.B. die Mecklenburgische Seenplatte. Diese Naturressource bedarf eines besonderen Schutzes und sollte daher auch mit den umweltschonendsten Antriebsarten im ÖV erschlossen werden. Die derzeitige Formen der Elektromobilität können aber nicht diesen Ansprüchen genügen.
Aus Sicht der Akteure vor Ort scheint dieser Widerspruch derzeit nicht lösbar zu sein. Der Vortrag stellte daher kurz- und mittelfristig umsetzbare konzeptionelle Planungs­ansätze für die Elektromobilität im ländlichen Raum vor. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten einer neuen Elektromobilität insbesondere für den dünn besiedelten ländlichen Raum mit einem hohen Vor-Ort-Wertschöpfungsgrad aufgezeigt.


 

ANPASSUNGSSTRATEGIEN AN DEN DEMO­GRAFISCHEN WANDEL - MOBILITÄT

Wieland Brohm
SRL-Jahres­tagung 2008:
Ländliche Räume - neue Ideen, neue Nutzungen, neue Wertschöpfungen,
November 2008 in Greifswald

 

Der gesellschaftliche Wandel macht nicht vor den ländlichen Räumen halt. Als Folge der De­industriali­sierung und dem Übergang zur wissens­basierten Wert­schöpfung gerät auch der periphere ländliche Raum wieder in das Blick­feld der Planenden. Ab­wanderung und demo­grafische Ent­wicklung haben zunächst die Frage der De­stabili­serung der ländlichen Bevölkerungs­schichten und die Frage der zukünftigen Daseins­vorsorge unter dem Stich­wort Gleich­wertig­keit der Lebens­bedingungen auf­ge­worfen. Ein wichtiges Themen­feld ist hierbei die Mobilität. Wie ist die Mobilität außerhalb des Auto­verkehrs für alle Bewohner in ländlichen Räumen durch den ÖPNV zu sichern? Welche Risiken aber auch Chancen ergeben sich hierbei für alle Beteiligten (Kunde, Verkehrs­unternehmen, Aufgaben­träger)? Auf diese und weitere Fragen ging der Vortrag von Wieland Brohm im Rahmen der Jahres­tagung 2008 der SRL (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung)in Greifswald ein.


 

ENTWICKLUNG DES ÖPNV IN DER REGION MECKLEN­BURG­ISCHE SEEN­PLATTE UNTER BERÜCK­SICHTIGUNG EINER KREIS­GEBIETS­REFORM IN DÜNN BESIEDELTEN REGIONEN

Wieland Brohm
im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) des Bundesamtes für Bau und Raumordnung (BBR) "Regionalplanerische Handlungsansätze zur Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge",
07. November 2006 in Neubrandenburg

 

Im Rahmen der Kreisgebiets­reform werden in der Region Mecklen­burg­ische Seen­platte drei Land­kreise und eine kreis­freie Stadt zusammen­geführt. Das Angebot und die Organisation des ÖPNV orientiert sich an den bis­herigen Kreis­grenzen. Wie kann die zukünftige Angebots- und Organisations­struktur die sich aus dem verwaltungs­rechtlichen und demo­grafischen Wandel ergebenden An­forder­ungen im Sinne einer Daseins­vorsorge erfüllen? Der Vortrag stellt den Zwischen­stand des dazu durch­geführten Projektes vor und erläutert prinzipielle Frage­stellungen, die auch in anderen Regionen beantwortet werden müssen.


 

MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN FLEXIBLER BEDIENSYSTEME IN LÄNDLICHEN REGIONEN - WAS IST FINANZIERBAR?

Wieland Brohm
im Rahmen des A.S.A.P.-Workshops Demographischer Wandel,
12.Oktober 2006 in Eutin

 

Der sich in bevölkerungs­schwachen Regionen Deutsch­lands bereits voll­ziehende demographische Wandel wird die flexiblen Bedienungs­formen von einem ergänzenden Element des Linien­verkehrs hin zu einem wesentlichen Element zur Gewähr­leistung der öffent­lichen Daseins­vorsorge weiter entwickeln. Der Vortrag beleuchtet die Möglich­keiten und Grenzen beim Einsatz flexibler Bedienungs­systeme aus planerischer und finanzieller Sicht.


 

PLANERISCHER UMGANG MIT DEN FOLGEN SOZIO­­DEMO­GRAPH­ISCHER VER­ÄNDER­UNGEN

Thomas Markgraf
Tagung "Dresdner Verkehrstage 2006",
15. August 2006 in Dresden

 

Der demographische Wandel erfordert zunehmend eine neue Heran­gehens­weise bei der Planung und konzept­ionellen Gestaltung von öffent­lichen Verkehrs­systemen. Der Vortag befasst sich mit den grund­legenden Voraus­setzungen für diese veränderte Betrachtungs­weise.


 
<< Start < Zurück 1 2 3 Weiter > Ende >>
Seite 1 von 3